Zwei neue Kurzfilme von mir waren im Rahmen der Gruppen-Ausstellung "The Bunny Show" in London ab 10. Dezember 2009 für eine Woche in der Galerie "Rag Factory" im East-Londoner Viertel Shorteditch off Brick Lane zu sehen. Am Mittwoch den 9. Dezember 2009 fand die Vernissage statt.
Ich hatte die Ehre, da ich mit der Kuratorin der Ausstellung, Helene Butler, befreundet bin. Sie geht wie einige der Ausstellenden an das renommierte Londoner Saint Martins College of Art (die haben einst Damien Hirst abgelehnt). Weitere Infos, Wegbeschreibung etc. gibts hier.
Ich zeige meine beiden Zweiminüter "Trans Rabbit" und "Feed your head", die ich in den letzten Wochen gefertigt habe. Hier Flyer und Screenshots beider Filme und Bilder von der Vernissage :
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Mittwoch, 2. Dezember 2009
Samstag, 21. November 2009
CINANIMA-Festival in Portugal

Vom 10 bis 15. November war ich beim 33. Cinanima akkreditiert, einem traditionsreichen internationalen Animationsfilmfestival in Espinho, das sich unweit von Porto in Portugal befindet.
Besonders in Erinnerung geblieben sind mir die Filme "The man in the Blue Gordini" (L'HOMME A LA GORDINI Frankreich 2009), den ich bereits in London gesehen habe. Witzige, überraschende, sehr quergedachte Story mit Retro-Atmosphäre.
Der Schneckenfilm "Les Ventres" (Frankreich 2009), war wie der portugisische "Passaros" (Birds, 2009) eher bedrückend verstörend. Der ukrainische "TO BECOME FIRME" (2009), ein Knetgummi-Stoptrickfilm, der die Tatsache, dass jede Bewegung neu geknetet wird, eindringlich aufs Erwachsenwerden überträgt: Jeder versucht, den jungen, noch "formbaren" Protagonisten, so "hinzubiegen" wie es ihm gefällt.
Wir nutzten also die Gelegenheit, sehr viele aktuelle Kurz- und zwei Feature-Animationsfilme anzusehen und auch das nahe Porto ein wenig kennenzulernen. Wie es sich zeigte, gab es abwechslungsreiche Architektur zwischen Spätbarock, Bausünden der 70er und Jugendstil viel zu sehen und zu fotografieren.
Besonders interssierte mich die Street Art wie die omnipräsenten Ruinen alter Industrieanlagen und Wohnhäuser. Doch auch das Nest Espinho, dessen einzigen kulturellen Höhepunkt offensichtlich das Festival darstellte, wa durch seine Meerlage direkt am wütenden Atlantik sehr idyllisch und ein Paradies für Gourmets und Gourmands, ein Glas exzellenten, nicht-kopfweh-Wein gibts für einem Euro im Restaurant, beim Essen wird immer eine für normal sterbliche doppelte Portion serviert, man kann jedoch auch eine halbe bestellen und wird eigentlich immer gut satt. Meist gibt es wunderbares Fleisch oder Fisch mit Kartoffeln.
Hier einige Fotos:
Montag, 7. September 2009
Banksy versus Bristol Museum
Nur sechs Wochen lief Banksys erste Ausstellung in einem Museum, dennoch sahen sie laut BBC Bericht über 300.000 Menschen, die oft drei bis vier Stunden anstehen mussten. Das Stadtmuseum in Banksys Heimatstadt hatte noch keinen derartigen Ansturm an Besuchern erlebt – die Umsätze in den Lokalen und Geschäften stiegen spürbar – und alles wegen dem einst als Schmierfink und Vanalen verfolgten und geschmähten Sohn Bristols.
In der Stadt finden mittlerweile fast alle Banksy toll, nur einige Graffiti-Sprayer werken ihm Ausverkauf vor und schänden seine alten, illegalen Werke im Stadtbild mit Farbbeutel-Attacken. Neid oder Dummheit, das ist hier die Frage. Denn Banksy bekommt weder Honorar für die Ausstellung noch müssen die Besucher zahlen. Das Publikum ist sehr divers, von Eltern mit Kindern über Lespen-Pärchen zu Omas und den üblichen Art-Fags war alles vertreten. Doch nun zur Ausstellung selbst: Ausschließlich Banksys gab es nur in einem großen Ausstellungsraum unten, der völlig schwarz gestrichen und mit Tarnnetzen an der Decke den nötigen Underground-Flair erzeugen sollte.
Doch im übrigen Museum waren - wie bei der Ostereier-Suche - in jeder Abteilung und in fast jedem Raum weitere Werke Banksys unter die Originale geschmuggelt. Die Suche gestaltete sich sehr spannend. Drei Werke habe ich selbst nicht gefunden, nur im Internet habe ich Bilder und Berichte darüber gelesen. In der Porzellansammlung entging mir eine Hash-Pfeife (siehe Foto) in einer Vitrine mit edlem Geschrirr des 17. Jahrhunderts, und auch ein Teller mit „Schoko-Eis-Scheiß“ habe ich nicht wahrgenommen.
Zudem habe ich eine (ausgestopfte?) Ratte mit Farbsprühdose in der Naturhistorischen Sammlung übersehen. Da diese Werke nicht als Banksys gekenzeichnet waren und auch in keinem Katalog aufgeführt waren, waren sie teils schwer zu identifizieren. Der Dildo zwischen den Stalkmiten in der Gesteinsammlung war schon bei flüchtiger Betrachtung zu übersehen. Bei anderen war ich mir bis zum Schluss nicht sicher, ob es überhaupt Banksys waren oder nicht. Doch jetzt endlich zur regulären Banksy-Ausstellung.
Dennoch war es interessant, die Werke mal in Realität zu sehen und ihre Machart und reale Größe (sind alle wesentlich größer als man sie sich vorstellt). Viele sind ganz offensichtlich auf einer Idee basierend schnell und oft wenig detailliert ausgeführt. Man hat das Gefühl, dass sie hauptsächlich schnell wirken sollen und nicht zum lange davorstehen und nachdenken gemacht sind. Was bei der Zeitspanne, die Passanten auf der Straße einem Banksy widmen, auch kein Wunder ist. Aufgrund des übergroßen Ansturmes war im Museum auch nicht so viel Muße da. Toll fand ich einen Raben, der ein blutiges Tampon im Schnabel hatte, der auf einem Stonehenge aus Dixi-Klo-Häuschen saß. Das hat mich an Musikfestivals erinnert (tatsächlich hat er dieses Werk bereits 2007 auf dem Glastonbury-Festival gezeigt. Interessant war insbesondere auch ein nachgestelltes Atelier Banksys, wo all die Schablonen und Inspirationen und Arbeitsmaterialen herumliegen.
Der Anteil an Installationen und Skulpturen ist definitiv gestiegen, das Niveau ist gleich geblieben, jedoch funktionieren viele Werke nach dem selben Schema: Etwas harmloses, alltägliches wir mit etwas Provokativen kombiniert, dadurch entsteht ein Kontrast, der beide abmildert und lustig macht. Wirkungsunterschiede entstehen durch den jeweiligen dominateren Part, wenn das provokaive stärker ist, ist der Witz sarkastischer, wenn das harmlose dominiert, ist der Witz flacher. Dadurch, dass fast alle Besucher ständig mit ihren Digitalkameras Fotos schossen wie Trophäen-Jäger, bekamen sie dadurch einen Abstand, der die Wirkung milderte. Am besten gefiel mir das Gesamtkonzept: Ein berühmt gewordener Graffiti-Vandale macht eine unglaublich erfolgreiche Ausstellung im traditionsreichsten Museum seiner etwas provinziellen Heimatstadt, nachdem er damit bekannt wurde, seine Werke ungefragt in berühmte Museen wie den Louvre zu hängen und nur in Lagerhäusern auszustellen. Jetzt schmuggelt er seine Werke erlaubterweise unter die Traditionssammlung und die Besucher müssen sich alles zumindest oberflächlich ansehen, um die Banksys dazwischen zu erhaschen.
Freitag, 28. August 2009
Meine veröffentlichten Film-Interviews
Mehr als 30 weitere von mir geführte Interviews unter anderem mit Regisseur Gus van Sant ("God Will Hunting" und "Milk"), "High Fidelity"- und "Gefährliche Liebschaften"-Regisseur Stephen Frears, Nouvelle-Vague-Legende Claude Chabol ("Kommissar Bellamy") findet ihr unter diesem Link aufgelistet.
Eine Übersicht über alle meine auf Filmreporter.de veröffentlichten Interviews mit Links findet sich hier. Hintergrundinfos zu den Interviews sowie gedruckte Interviews sind hier aufgereiht.
Mein sechsmonatiges Praktikum bei Filmreporter.de endete am 15. Mai 2009. Unter diesem Link sind alle meine Interviews, Featuretexte und Nachrichten aufgereiht. Die Links zu meinen Filmrezensionen funktionieren leider noch nicht.
Hier zudem ein PDF-Download aller meiner Features (59 Seiten).
Eine Übersicht über alle meine auf Filmreporter.de veröffentlichten Interviews mit Links findet sich hier. Hintergrundinfos zu den Interviews sowie gedruckte Interviews sind hier aufgereiht.
Mein sechsmonatiges Praktikum bei Filmreporter.de endete am 15. Mai 2009. Unter diesem Link sind alle meine Interviews, Featuretexte und Nachrichten aufgereiht. Die Links zu meinen Filmrezensionen funktionieren leider noch nicht.
Hier zudem ein PDF-Download aller meiner Features (59 Seiten).
- My erstes Retro-Interview (mit 1960er-Jahre-Star Margitta Scherr) als Freelancer bei Filmreporter.de wurde im Dezember 2009 veröffentlicht.
- Auf der Berlinale habe ich Hans-Christian Schmid zu seinem neuen Film "Sturm" interviewt. Zum Kinostart am 10.09.2009 wurde nun das Interview veröffentlicht (Link).
- "Eine unbequeme Wahrheit"-Regisseur und Doku-Oscarpreisträger Davis Guggenheim stand mir Rede und Antwort zu seiner Gitarendoku "It might get loud". Hier der Link zum Interview. Außerdem: ein Link zu meiner Filmkritik. Das Interview wurde zudem in einer Gitarren-Fachzeitschrift abgedruckt (info).Ein Vierseiten-Interview von mir mit Regisseur Davis Guggenheim (Oscar-Preisträger für "Eine unbequeme Wahrheit") wurde in der Gitarren-Fachzeitschrift "Grand Guitars" gedruckt (hier ein Link zu ihrer Homepage: http://www.grandguitars.de/).

Guggenheim spricht darin über seine neue Doku "It might get loud", in der Led-Zep Jimmy Page, U2 The Edge und White Stripe Jack White die Hauptrollen spielen.
Mein Interview wurde zudem online auf Filmreporter.de veröffentlicht, hier der Link direkt zum Interview. Hier zudem ein Link zu meiner Filmkritik von "It might get loud". - Mit Schauspieler Florian Panzner sprach ich über den Hannah-Herzsprung-Film "Pink" (Link),
- mit der Bollywood-Größe Aishwarya Rai Bachchan habe ich über ihre Rolle in "Pink Panther 2" geplaudert. (Link)
- Mein Gus van Sant-Interview ist online. (Link) Es wurde anlässlich der DVD-Premiere von "MILK" auf filmreporter.de veröffentlicht.
- Auch "The Queen"- und "High Fidelity"-Regisseur Stephen Frears habe ich interviewt, zu seinem neuen Film "Cheri", der am 27.8. anläuft. (Link)
Meine Film-Kritik zu "Cheri" findet ihr hier. - Ich habe am 3. Juni 2009 für Filmreporter.de als Freier Mitarbeiter ein Interview mit einem Star des Deutschen Kinos der 1950er und 60er Jahre geführt, Margitta Scherr.
- Mein Interview mit der Nouvelle Vague Legende Claude Chabrol zu seinem neuesten Film "Kommissar Bellamy" (Mit Gerard Departieux) ist online. Kaum ein Interview hat mir mehr Spaß gemacht.
Meine Filmkritik zu "Kommissar Bellamy" findet sich hier. - Am 7. Mai 2009 fühte ich Interviews mit Claus Theo Gärtner ("Matula"), Paul Frielinghaus und Uschi Glas zu "Ein Fall für Zwei".
- Zum Fernsehfilm mit dem schrecklichen Titel "40+ sucht neue Liebe" habe ich mit der Hauptdarstellerin Nina Kronjäger ("Elementarteilchen", "Abgeschminkt") gesprochen.
- Im April 2009 habe ich die französische Regisseurin Anna Novion zu ihrem Debüt-Film "WIR SIND ALLE ERWACHSEN" interviewt, der am 7. Mai 09 auch in Deutschland anläuft. Gemeinsam mit ihr befragte ich Hauptdarsteller Jean-Pierre Darroussin, der in "Dialog mit meinem Gärtner" die Titelrolle spielt. Hier meine Kritik zum Film.
- Am 8. April habe ich Oscarpreisträger Philip Seymour Hoffman in Berlin im Hotel Adlon Kempinsky (Unter den Linden mit Blick zum Brandenburger Tor) zu seinem Film "Radio Rock Revolution" interviewt. Es wurde zweimal in gedruckter Form veröffentlicht. Hier der erste Scan (Oberöstereichische Nachrichten vom 16. April 2009). Zum Lesen aufs Foto klicken.
Und der Zweite (Neue Luzerner Zeitung, 16. April 2009). Zum Lesen aufs Foto klicken.
- Mittlerweile stehen auch die übrigen Interviews zu "Radio Rock Revolution" online: Komiker Nick Frost ("Shawn of the dead"). Bill Nighy (der Bösewicht aus "Fluch der Karibik" und der alte Rockstar aus "Tatsächich...Liebe"), die Newcomer Tom Sturrige und Taluha Riley sowie Richard Curtis (Regisseur und Drehbuchautor von "Tatsächlich...Liebe", "Notting Hill", "4 Hochzeiten und ein Todesfall", "Mr. Bean" oder "Black Adder"). Hier der Link zu meiner Kritik des Films.
- Mit 3D-Regisseur Ben Stassen zu "Fly me to the moon" (hier auch ein Link zu der Veröffentlichung meiner Rezension in der Stuttgarter Zeitung). Zum Lesen aufs Foto klicken.

- Auf der Berlinale interviewte ich unter anderem Joachim Krol und "Taxi Driver"-Schreiber Paul Schrader zu "Adam Ressurected"
- Steve Martin und Jean Reno zu"Pink Panther II",
- Gus van Sant und Oscar-Preisträger Dustin Lance Black zu "Milk",
- Josef Hader, Roman-Autor Wolf Haas, Regisseur Wolfgang Murnberger zu "Der Knochenmann",
- Regisseur Uli M Schueppel zu "Neubauten zu Elektrokohle - Von wegen",
- Regisseur Gianni di Gregori zu "Festmahl im August".
- Weitere Interviews führte ich mit Regisseur und Nouvelle Vague Legende Claude Chabrol zu "Bellamy",
- Avantgarde-Regisseurin Sally Potter zu "Rage",
- Hans Christian Schmid zu "Sturm",
- Aminationsfilm-Oscarpreisträger Adam Elliot zu "Mary and Max",
- Doku-Oscarpreisträger (Eine unbequeme Wahrheit") Davis Guggenheim zu "It might get loud",
- "High Fidelity" und "The Queen"-Regisseur Stephen Frears und Oscar-Preisträger Christopher Hampton zu "Cheri".
- Regisseur Dominic Murphy zu "White Lighting" und
- Schauspieler Florian Panzner zu "Pink".
- sowie mit dem langjährigen Filmredakteur, Dokumentarfilmer und Vertreter des Neuen Deutschen Films Hans-Christian Blumenberg zu "Warten auf Angelina". Zum Lesen aufs Foto klicken.

- Weitere Interviews führte ich bereits 2008 mit "The Cell"-Regisseur Tarsem Singh zu "The Fall"
- Auch Ralf Möller und Diana Amft befragte ich zu "Monsters vs. Aliens". Zum Lesen aufs Foto klicken.

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