Donnerstag, 25. November 2021

Podiumsdisskussion auf der Art Cologne

 Bei einer Podiumsdiskussion auf der Art Cologne habe ich zusammen mit Moderatorin Katrin Luz und  Bastienne Leuthe, Sotheby’s Deutschland über "Der geschredderte Banksy – ein Millionencoup. Wertewandel und -dynamik im Kunstmarkt." diskutiert. der LIfe Stream wurde aufgenommen und ist hier abrufbar.

2:00 - 3:30 p.m. | The shredded Banksy - a million-dollar coup. Transformation and dynamics of values in the art market.

With:

  • Ulrich Blanché, University of Heidelberg, street art expert
  • Bastienne Leuthe, Sotheby’s Germany
  • Christiane Lange, Staatsgalerie Stuttgart

Host: Kathrin Luz

 


Mittwoch, 17. November 2021

Dienstag, 2. November 2021

Feature im Mannheimer Morgen, Blanché kommentiert das neue Urban Art Museum Mannheim

[Artikel] 31.10.2021 | Mannheimer Morgen Von Mural zu Mural: Wie ein Experte aufs Mannheimer Urban Art Museum blickt [pdf] [Video]

Ein Video-Interview zum gleichen Thema gibts hier.



Montag, 25. Oktober 2021

Presse-Echo Ausstellung Stencil Stories

 Die von mir kuratierte Ausstellung Stencil Stories. Geschichte des Schablonengraffiti läuft noch bis zum 18.12.21 im Heidelberger Universitätsmuseum. 

Pressemeldung

@StencilStoriesHD auf Instagram

STENCIL STORIES website

 Eine Ausstellungsrezension erschien im Mannheimer Morgen [Artikel] [PDF]

 Die Schau zudem Stencil Stories in einem kleinen Beitrag im SWR-Fernsehen, gesendet auf SWR Aktuell am 22.10.21 um 19.30h [ab Minute 24]

Und im SWR Radio:

[Podcast] 21.10.2021 | SWR Aktuell. Banksys Werkzeugkasten in Heidelberg: So entsteht ein Graffiti


 

Auf dem Graffiti ist ein vermummter Demonstrant zu sehen, der statt eines Molotov-Cocktails einen Blumenstrauß schmeißt. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/Sotheby's | -)

Schablonen-Ausstellung

Banksys Werkzeugkasten in Heidelberg: So entsteht ein Graffiti

STAND

Streetart ist Kunst. Kunst mit einem hohen Verkaufswert, das wissen viele, seit es der britische Künstler Banksy zu Berühmtheit geschafft hat. Aber wie entsteht sie eigentlich?

16 Millionen Pfund - für diese Summe ist ein halb geschreddertes Bild des Künstlers Banksy versteigert worden. Das kleine Mädchen mit dem Luftballon: "Love is in the Bin". Das Mädchen mit dem Luftballon ist in rot und schwarz aufgesprüht - Streetart nennt man diese Kunst - Schablonen-Graffiti heißt die Technik dahinter. Das Universitätsmuseum Heidelberg widmet genau dieser Technik nun eine kleine Ausstellung. Konzipiert hat sie Ulrich Blanché, Wissenschaftler am Institut für europäische Kunstgeschichte der Universität Heidelberg.

Schablonen - die unsichtbaren Werkzeuge

Die Kunstwerke sind vor allem durch den prominenten britischen Künstler sehr berühmt geworden. Was aber niemand sehe, das seien die Schablonen, sagte Blanché. Dabei sei die Technik denkbar simpel: "Man schneidet zum Beispiel einen Pfeil in ein Stück Pappe, hält die Pappe mit der ausgesparten Fläche an die Wand und sprüht drüber. An einer Wand ist dann ein Pfeil." Wäre das ein Pfeil von Banksy, würde der Pfeil berühmt, nicht aber die verwendete Schablone. Genau das sei auch das Interessante an der Ausstellung, sagte Blanché.

"Wir stellen keine Kunst aus, sondern in erster Linie Schablonen - und das ist selten."

Banksys Werkzeugkasten: So entsteht ein Grafitti
Banksys Werkzeugkasten: So entsteht ein Grafitti 5 Min

Audio herunterladen (4,4 MB | MP3)

Schablonen - die vielleicht älteste Kunstform

Schablonen-Kunst gebe es schon in prähistorischen Höhlen, sagt Blanché. "Da hat man zum Beispiel eine Hand hingelegt und Farbe drüber gespuckt. Das ist eine der ersten Kunstäußerungen überhaupt - eine Schablone." Die heutige Form mit Sprühdosen kam erst im 20. Jahrhundert auf: "So ab den Sechziger Jahren, zum Beispiel in Paris 1968, da fängt es dann langsam an, mit Farbsprühdosen, mit vielen Protest-Graffitis - und das geht dann weiter bis zu Banksy."

Kunst mit Bestand

"Es ist eine Kunst mit einer sehr, sehr langen Vergangenheit."

Die aktuelle Rezeption dieser Kunst weise aber auch in die Zukunft, "weil heute Graffiti sehr viel im Internet rezipiert wird und die Schablone etwas ist, was sofort klar erkennbar ist, auch auf kleineren Bildern, auch auf einem kleinen Handybildschirm".

Reiz der Illegalität

Streng genommen ist das Auftragen eines Graffitis an eine Hauswand Sachbeschädigung - zumindest in den meisten Fällen. Dieser Reiz, eigentlich etwas Illegales zu tun, habe zwar zur Popularität der Kunstform beigetragen, aber Blanché schränkt ein: "Das kommt auf das Auge des Betrachters an. Bei vielen Werken im öffentlichen Raum ist es dem Betrachter nicht klar, ob das jetzt illegal oder legal gesprüht ist". So sind auch legal gesprühte Graffitis an Heidelberger Stromkästen Teil der Ausstellung. Hierfür haben die Macherinnen und Macher das Einverständnis der Stadtwerke in Heidelberg bekommen.

 

Donnerstag, 14. Oktober 2021

I've been interviewed about the reselling of the shredded Banksy by BBC Radio News and by German Radio WDR 5

 [Podcast] 14.10.2021 |  BBC World Service's Newsday Show: Interview with Banksy expert Ulrich Blanché about the reselling of the shredded Banksy at auction. [jump to minute: 49.08]

 for the other interview (in German) see:

 [Podcast] 14.10.2021 |  WDR5-Morgenecho: Banksy-Versteigerung: Schreddernde Wertsteigerung.

Ein Banksy Werk wird versteigert. Als "Girl with Balloon" wurde es kürzlich für über eine Million Pfund ersteigert und schredderte sich selbst. Nun soll es unter neuem Namen das x-fache bringen. Ein Interview mit Kunsthistoriker Ulrich Blanché.


 

 

Mittwoch, 15. September 2021

Komme im SZ-Podcast "An diesem Tag" zu Wort

 Am 12.09.21 kam ich in einem SZ-Podcast "An diesem Tag" zu Wort. Die Folge heißt "Warum die Banksy Begeisterung immer größer wird".


Link zum Podcast der Süddeutschen Zeitung. Link zur Folge auf Spotify

Montag, 9. August 2021

New Publication about Punk Stencils

In the anthology "Graffiti. Interdisciplinary and contemporary perspectives." there is a new essay by myself, "About the Origins of European Style Writing Graffiti in Punk Stencils" (pp. 34-46). The book is a part of the HipHopstudies series, it will be out August 18, 2021.

 Beltz Verlag. 

The essays are partly in English, like mine, partly in German.

Blurb
(my translation):

Destructive graffiti? What is told as the rebellious youth culture of the American 1970s is far more multifaceted and complex. Graffiti as a controversial phenomenon has enormous academic potential that is overlooked despite its omnipresence in public space. Graffiti now moves between crime and the art market and remains a subculture that is often closed to the outside world due to its rules and codes. In this anthology, the authors take an interdisciplinary view of the topic and thus offer a unique insight. 

German original version:

Zerstörerische Schmiererei? Was als rebellische Jugendkultur der amerikanischen 1970er Jahre erzählt wird, ist weitaus facettenreicher und komplexer. Graffiti als umstrittenes Phänomen birgt enormes wissenschaftliches Potenzial, das trotz der Omnipräsenz im öffentlichen Raum übersehen ist. Graffiti bewegt sich heute zwischen Kriminalität und Kunstmarkt und bleibt dabei eine Subkultur, die durch ihre Regeln und Chiffren für die Außenwelt oft verschlossen bleibt. In diesem Sammelband stellen die AutorInnen einen interdisziplinären Blick auf das Thema her und bieten damit einen einzigartigen Einblick.


Mittwoch, 14. Juli 2021

SWR Aktuell hat mich am 13.7.21 zu einem wideraufgetauchten Judy Garland Kleid interviewt.



Fund in Schuhbox: Kunsthistoriker hält Judy-Garland-Kleid für echt

Sensationsfund in der Catholic University in Washington DC: Bei Renovierungsarbeiten in der Theaterabteilung wurde das blaukarierte Kleid gefunden, das die Schauspielerin Judy Garland im Hollywoodfilm "Der Zauberer von Oz" trug.
Das Kleid galt seit Jahrzehnten als verschollen. Es lag auf einem Schrank in einer Tüte in einem Schuhkarton. Ulrich Blanché, Kunsthistoriker am Institut für Europäische Kunstgeschichte der Uni Heidelberg hält den Fund für echt. Blanché sagte in SWR aktuell: "Man muss sich überlegen, dass bei solchen Filmaufnahmen nicht immer nur EIN Kleid existiert. Meiner Ansicht nach ist es eines von dreien." Schon 2005 sei ein solches Kleid nämlich in London versteigert worden, so Blanché. Weitere Auktionen habe es 2012 und 2015 gegeben. Das Kostüm erzielte umgerechnet zwischen 200.000 Euro und 1,3 Millionen Euro. Dabei sei in zwei Fällen aber offenbar das gleiche Kleid versteigert worden, vermutet der Kunsthistoriker. Wie selten ein solcher Fund vorkommt und wie oft es sich dabei um eine Fälschung handelt, darüber hat Ulrich Blanché mit SWR Aktuell-Moderatorin Vanja Weingart gesprochen.

Montag, 3. Mai 2021

New Esseay: (Involuntarily) Shared Walls

 I got a new article in Nuart Journal, issue V | LOCKDOWN,  Release Date May 01 2021. It is called „(Involuntarily)Shared Walls: Haring’s Illegal Street Interactions with Basquiat, Hambleton, Wojnarowicz, and Vallauri in Early '80s NYC“

For a short promo video of the essay see https://vimeo.com/543045730


Mittwoch, 28. April 2021

UB im SWR zur Heidelberger Banksy Schau

Text vom SWR, Link zur Seite des Beitrags, gesendet am

 Ausstellung Originell ohne Original? Banksy in Heidelberg ausschließlich mit Reproduktionen

22.4.2021, 15:30 Uhr Martina Senghas

The Mystery of Banksy – A Genius Star” heißt eine Ausstellung, die am 30. April in der Heidelberger Halle 02 eröffnet wird.


Banksy ist in der breiten Masse sehr bekannt

Ein paar Tage lange standen sie in Heidelberg herum: mehrere Mädchen-Schaufensterpuppen im schwarzen Kleid mit einem roten Herzluftballon in der Hand. Und ziemlich viele Passanten wussten sofort, worum es ging.
Also jeder hat eine Meinung zu Banksy, jeder kennt es, die Leute wissen meistens mehr über Banksy, als sie über Picasso wissen“ meint der Heidelberger Kunsthistoriker und Banksy-Experte Ulrich Blanché, der die Puppen in der Stadt natürlich auch erkannt hat.
Die Ausstellung ist nicht von Banksy autorisiert

Damit, dass die Ausstellung „The Mystery of Banksy – A Genius Star” mit rund 100 Objekten nicht von Banksy autorisiert ist und es, zumindest in Heidelberg, keine Originale gibt, gehen die Macher ganz offen um. Zu sehen sind Reproduktionen, die andere Künstler angefertigt haben.

Dennoch kündigen die Organisatoren an – Zitat – „einen umfassenden Überblick und Einblick in das Gesamtwerk des Genies und Ausnahmekünstlers“ zu bieten. Für 17 Euro pro normalem Erwachsenenticket.

Laut Kapitalismuskritiker Banksy darf eine echte Ausstellung nichts kosten

Banksy selbst bezeichnet diese Ausstellung auf seiner Webseite als Fake-Ausstellung. Und er sagt, der Unterschied zwischen einer echten Ausstellung und einer echten Ausstellung und einer falschen ist, dass die echte kein Geld kostet. Was passiert hier also?

Wird ein Streetartkünstler, der sich mit seinen Werken gegen Ungerechtigkeit, Kommerz und Kapitalismus positioniert schamlos vermarktet? Ganz so einfach ist es nicht. Zum einen ist der Ort, an dem die Heidelberger Ausstellung stattfindet - ein Musikclub - durchaus Banksy-kompatibel.

Banksy ist selbst Ausreizer von Grenzen

Es geht ihm nicht um den elitären Kunstbetrachter, sondern es geht ihm auch um einen Betrachter, für den das eine niedrigschwellige Geschichte ist. Zum anderen war Banksy’s Streetart immer dafür gedacht, dass Menschen sich ihrer bedienen. Fotos davon machen, sie auf Instagram etc. hochladen und so verbreiten.

Und hinzu kommt, dass Banksy mit seinen illegalen Aktionen selbst immer Grenzen ausgetestet und sich nicht um irgendwelche Marktregeln gekümmert hat.

Montag, 26. April 2021

UB in Bayern1 am Morgen: Wer oder was ist Banksy?

 

[Podcast] 30.03.2021 | Bayern1 am Morgen Wer oder was ist Banksy?
Bayern 1 Moderator Marcus Fahn sprach mit dem Street Art-Experten Ulrich Blanché von der Universität Heidelberg. Gesendet um kurz nach 6h und um kurz nach 8h am 30.03.21.

Freitag, 9. April 2021

Großes Interview mit mir zur Heidelberger Banksy Ausstellung im Mannheimer Morgen

[Artikel] 09.04.2021 | Mannheimer Morgen Graffiti-Forscher über Banksy: "Das Wahre ist auf der Straße"

 Eine Schau über den Streetart-Star Banksy wird ab 30. April in Heidelberg zu sehen sein. Graffiti-Forscher Ulrich Blanché sieht das unautorisierte Projekt auch mit Skepsis.

 


 

Dienstag, 6. April 2021